3:3-Niederlage gegen Freiburg

3:3-Niederlage gegen Freiburg

1. CfR – Freiburger FC  3:3 (3:0)

Die knapp 500 Zuschauer im Brötzinger Tal rieben sich nach den 90 Minuten verdutzt die Augen. Auf der Anzeigetafel stand 3:3, keiner wußte so richtig: war das jetzt eine 3:3-Niederlage oder ein 3:3-Erfolg? Was war geschehen?

Der 1. CfR legte von Beginn an los wie die Feuerwehr und lief den Gegner früh an. Daraus entwickelten sich mehrere Möglichkeiten. In der 10. Spielminute konnten die Pforzheimer Fans zum ersten Mal jubeln. Münst steckte schön durch auf Catanzano. Dessen Schuss wurde von Keeper Preuß noch abgewehrt. Die Kugel kam dann aber auf den lauernden Ratifo, der goldrichtig lief und zum 1:0 abstauben konnte.

12 Minuten später dann erneuter Jubel. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld passte Serkan Baloglu mustergültig auf Salvatore Catanzano. Der ließ seinen Gegenspieler stehen, umspielte den herauseilenden Torwart und vollstreckte eiskalt zum 2:0.

In der 43. Minute dann ein schöner Pass von Robin Münst auf Catanzano. Dieser Pass wurde von der Freiburger Abwehr zunächst abgegrätscht, jedoch prallte er genau in den Lauf von Ratifo. Statt den Ball selbst zu versenken behielt der 25jährige die Übersicht und passte quer auf Catanzano, der aus spitzem Winkel flach ins Tor schoss.

Mit der 3:0-Führung ging es in die Pause. Die Zuschauer waren begeistert von der Vorstellung der Heimmannschaft und keiner hatte einen Zweifel, dass sie heute einen klaren Heimsieg sehen würden. Zwar kamen auch die Gäste zu mehreren guten Chancen, aber bei dieser klaren Führung der Hausherren glaubte man, das Spiel sei gelaufen.

Nach dem Wechsel dann aber ein verkehrtes Bild. Die tapferen Freiburger, die sich nie aufgaben, kamen besser ins Spiel. Gleichzeitig lief beim CfR nicht mehr viel zusammen. Viele Ballverluste, zu wenig Einsatz.

Per Doppelschlag in der 60. und 63. Minute waren die Breisgauer dann plötzlich wieder bis auf ein Tor dran. Es stand nur noch 3:2. Und die Mannen in rot gaben weiterhin Gas. In der 75. Minute traf der gerade erst eingewechselte Spoth zum 3:3 Ausgleich. Die Pforzheimer Spieler ließen die Köpfe hängen und konnten es nicht glauben.

Als dann in der 85. Minute Kapitän Bodgan Cristescu mit der Ampelkarte vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, wackelte sogar noch das Unentschieden. Schließlich „rettete“ der 1. CfR das Remis noch über die Zeit.

Obwohl Freiburg auch in der ersten Halbzeit klare Chancen besaß, zweifelte keiner der Zuschauer nach der klaren Halbzeitführung an einem Heimsieg. Insofern fühlte sich das 3:3 am Ende an wie eine Niederlage. Betrachtet man jedoch den zweiten Durchgang, insbesondere die letzten Minuten, muss man sogar noch froh sein, nicht sogar das 3:4 noch kassiert zu haben.

Tatsache ist, dass sich erneut gezeigt hat, dass in dieser Mannschaft ein unglaubliches Potential steckt und sie einfach noch Zeit benötigt. Andererseits spürte man auch die fehlende Cleverness, die klare Führung nach Hause zu bringen.

Freiburgs Keeper Marco Preuß musste kurz vor der Halbzeitpause mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ausgewechselt werden. Ebenso musste Pforzheims Maurizio Macorig mit Herzproblemen vom Platz. Beiden Spielern wünschen wir gute Besserung.

Medien

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Liveticker des 1. CfR zum Nachlesen. Inklusive Video-Highlights.

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Pforzheimer Zeitung 13.09.2020 – „Können froh sein, dass wir nicht verloren haben“: CfR Pforzheim nach verspielter Drei-Tore-Führung gegen Freiburger FC bedient

Pressekonferenz

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