Göppingen entführt Last-Minute-Punkt aus Pforzheim
1. CfR Pforzheim – 1. Göppinger SV 2:2 (1:0)
Nach überlegener erster Halbzeit und einer knappen 1:0-Führung ging der 1. CfR nach einer knappen Stunde mit 2:0 in Front. Die stark abstiegsbedrohten Göppinger steckten aber nicht auf und steigerten sich in der letzten halben Stunde deutlich. Gentian Lekaj verkürzte dann in der 66. Minute auf 2:1. Göppingen blieb dran und schaffte durch denselben Spieler in der Nachspielzeit noch den aus Pforzheimer Sicht ärgerlichen Ausgleich.
Gleich in den ersten Minuten des Spiels hatten Yasin Raouafi, Niklas Koroll und Cemal Durmus die Möglichkeit ihr Team in Führung zu bringen, aber sie scheiterten an der Präzision oder an Gäste-Keeper Matthias Layer. Trainer Dirk Rohde begann mit Walter Vegelin im Sturm, Noah Lulic blieb zunächst auf der Bank. Der 29 bedankte sich für seinen sechsten Startelfeinsatz in der 27. Minute. Nach einem Angriff über rechts kam der Ball in der Mitte auf Gudzevic, der abzog. Layer konnte den Ball noch reaktionsschnell abwehren, gegen den Abstauber von VGÖegelin, der goldrichtig stand, war er jedoch machtlos.
Pforzheim blieb dran, jedoch verpassten es Dominik Salz und Marcel Bahm, die Pforzheimer Führung auszubauen. In der 52. Minute konnte der Pforzheimer Anhang dann doch jubeln. Und wieder war Vegelin maßgeblich beteiligt. Aus dem Mittelfeld steckte der 25-jährige präzise durch auf Cemal Durmus, der halbrechts startete, den Göppinger Keeper umkurvte und den Ball dann mühelos einschieben konnte.
In der 66. Minute dann der glückliche Anschlusstreffer der Gäste, die in den letzten 30 Minuten nochmal alles versuchten. Ein nicht sehr gefährlicher Schuss von Piljek wurde von Lekaj wenige Meter vor dem Tor noch so abgefälscht, dass Altmann im Pforzheimer Tor keine Abwehrmöglichkeit hatte.
In der Nachspielzeit belohnte sich Göppingen schließlich für die Leistungssteigerung. Einen präzisen Freistoß von Dicklhuber köpfte wieder Lekaj aus 7 Metern ins Tor zum Ausgleich. Ein Punkt, der nach Aussage des Göppinger Trainers, Gianni Coveli noch sehr wichtig sein kann im Kampf um den Klassenerhalt.
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Dirk Rohde war nach dem Spiel entsprechend unzufrieden:
Wir holen aus unseren Aktionen viel zu wenig heraus. Es gab viele Szenen vor dem Göppinger Tor, in denen wir einfach das Spiel zumachen müssen. Wir sind im Prozess oft noch nicht soweit, dass wir nach der 2:0-Führung ruhig und sauber weiterspielen. Stattdessen haben wir etwas den Faden verloren und uns von der Emotionalität anstecken lassen. Ich glaube, dass der Sieg verdient gewesen wäre, deshalb ist es bitter, kurz vor dem Ende noch den Ausgleich zu bekommen.
Das letzte Heimspiel bestreitet der 1. CfR bereits am nächsten Mittwochabend. Das für den 23.05. angesetzte Spiel gegen den VfR Mannheim wurde vorgezogen, weil der Zweitplatzierte an diesem Tag im Kurpfalz-Derby das Endspiel um den Badischen Verbandspokal gegen den SV Waldhof Mannheim bestreitet. Spielbeginn in der KRAMSKI-ARENA ist um 19:00 Uhr.