Bitteres Pokal-Aus: CfR unterliegt Bruchsal mit 2:3

Bitteres Pokal-Aus: CfR unterliegt Bruchsal mit 2:3

1. CfR – 1. FC Bruchsal  2:3 (1:2)

Nach der Derby-Niederlage am vergangenen Freitag musste der 1. CfR Pforzheim den nächsten bitteren Rückschlag hinnehmen. Im Viertelfinale des Verbandspokals unterlagen die Goldstädter dem 1. FC Bruchsal in der heimischen KRAMSKI-ARENA mit 2:3. Dabei zeigte die Mannschaft von Trainer Pablo Gil Sarrión trotz langer Unterzahl eine kämpferisch starke Leistung.

Der Abend begann denkbar ungünstig. Bereits in der 10. Minute brachte Jonas Malsam die Gäste nach einer Unachtsamkeit in der Pforzheimer Defensive in Führung. Doch der CfR zeigte eine gute Reaktion. Luka Bilac erzielte nach einer Ecke mit einem wuchtigen Schuss aus 17 Metern den verdienten Ausgleich (17.). Die Hausherren übernahmen zunehmend die Kontrolle und drängten auf die Führung.

In der 33. Minute folgte jedoch der spielentscheidende Rückschlag: Yasin Raouafi sah nach einem Foul bei einem Bruchsaler Konter die Rote Karte. Den anschließenden Freistoß verwandelte Dennis Klemm zur erneuten Gästeführung (35.).

Trotz Unterzahl gab sich der CfR nicht geschlagen. Nach dem Seitenwechsel spielte die Mannschaft mutig nach vorne und belohnte sich in der 66. Minute: Noah Lulic jagte den Ball aus rund 25 Metern unhaltbar in den Winkel – ein Traumtor zum 2:2!

Die Goldstädter wollten nun sogar den Sieg. In der 77. Minute hatte Enrique Katsianas-Sanchez nach glänzender Vorarbeit von Niklas Koroll die große Chance zur Führung, doch Bruchsals Torhüter Seitz rettete mit einer starken Parade. Statt des möglichen 3:2 für den CfR folgte kurz vor Schluss die kalte Dusche: Robin Mörmann traf in der 85. Minute mit einem Distanzschuss zum 2:3-Endstand.

Trainer Pablo Gil Sarrión zeigte sich nach dem Abpfiff enttäuscht, fand aber auch lobende Worte für seine Mannschaft:
„Wir haben dieses Ergebnis heute nicht verdient. Trotz der langen Unterzahl waren wir mutig, haben das Spiel mit Ball bestimmt und alles versucht, um die Partie zu drehen. Leider werden wir momentan für einfache Fehler hart bestraft.“

Auch mit der Schiedsrichterentscheidung haderte der Coach: „Die Entscheidung hat das Spiel massiv beeinflusst. Trotzdem hatten wir die große Chance, selbst mit 3:2 in Führung zu gehen. Am Ende verlieren wir durch einen Distanzschuss, obwohl wir selbst auf den Sieg gespielt haben.“

Damit ist der Traum vom Pokal-Halbfinale geplatzt. Für den CfR gilt es nun, die Enttäuschung schnell abzuschütteln. Bereits am kommenden Samstag bietet sich beim Heimspiel gegen den FC Villingen die nächste Gelegenheit, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.

Foto: Y. Le Madon