Heimsieg gegen die Stuttgarter Kickers

Heimsieg gegen die Stuttgarter Kickers

1. CfR Pforzheim – SV Stuttgarter Kickers  1:0 (1:0)

Schon vor dem Anpfiff war die Freude beim 1. CfR groß, als sich abzeichnete, dass erneut zahlreiche Zuschauer den Weg ins Brötzinger Tal gefunden haben. Am Ende sollten es 1.143 Fans, die für gute Stimmung sorgten und auf ihre Kosten kamen.

Der 1. CfR zeigte in dieser Partie zu ersten Mal seine neuen Tritkots dem heimischem Publikum. Auch beim Auswärtsspiel in Oberachern trugen die Spieler das blau-weiß gestreifte Dress. Beide Spiele wurden gewonnen, ein gutes Omen.

Die Gastgeber begannen wie zuletzt druckvoll. Stuttgart kam in den ersten Minuten überhaupt nicht ins Spiel, das sich fast ausnahmslos in der Gästehälfte abspielte. Ledlig ein Angriff über Dicklhuber erreichte das Pforzheimer Tor, aber Rombach klärte am kurzen Pfosten zur Ecke.

Bereits in der 8. Minute fiel dann der Treffer für Pforzheim. Schön hatte sich Salvatore Catanzano auf der rechten Seite in den Strafraum getankt und zog in Richtung langes Eck ab. Keeper Castellucci, der heute einen sehr guten Tag erwischte, konnte den Ball zur Seite abwehren. Pech für Ihn, dass dort Salvatore Varese lauerte und abstauben konnte.

Pforzheim blieb dran, aber auch Stuttgart versuchte sein Glück. Die besseren Chancen hatte aber eindeutig der 1. CfR.

Nach einer halben Stunde musste Gästetrainer Ramon Gehrmann zu ersten Mal wechseln. Nach einer guten Kopfballmöglichkeit verletzte sich Julian Leist an der Schulter. Für ihn kam Paul Polauke, der kurz vor dem Ende noch einmal im Mittelpunkt stand.

Kurz vor dem Wechsel kam Robin Münst zur einer guten Möglichkeit, aber sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Nur zwei Minuten später war Jonar Engler noch näher dran. Sein Kopfball nach einer Ecke wurde gerade noch auf der Linie von einem Feldspieler geklärt.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit war es wieder Münst, der nach einer Direktabnahme an einem Abwehrbein scheiterte, das so einen weiteren Treffer verhinderte.

Bange Minuten dann nach 65 Minuten. Kevin Rombach im CfR-Tor musste mit Verdacht auf eine Zerrung behandelt werden. Der 29jährige spielte weiter, Yusuf Tirso, der zweite Mann für den Kasten, machte sich aber an der Seitenlinie schon einmal warm. Rombach hielt bis zum Ende durch. Wir müssen abwarten, wie sehr der Oberschenkelmuskel tatsächlich in Mitleidenschaft genommen wurde.

In der letzten halben Stunde erhöhte Stuttgart nochmals den Druck, ohne aber technisch zu überzeugen. Zu einfach war das Offensivspiel der Gäste. Die Pforzheimer Spieler kämpften um jeden Ball und jeden Zentimeter. Suttgart fand keine Mittel dagegen.

In der 86. Minute schien dann die Partie gelaufen. Der zwischenzeitlich eingewechselte Noah Lulic, bis vor wenigen Wochen noch in Diensten der Blauen, tankte sich von der linken Seite in den Strafraum. Den Zweikampf mit Polauke, der sich regelwidrig in den Weg stellte, nahm der 22jährige dankbar an. Elfmeter.

Lulic schnappte sich die Kugel und wollte selbst ausführen. Obwohl der Elfer gar nicht schlecht geschossen war, konnte Keeper Castellucci parieren. Der Abpraller kam wieder zu Lulic, der nochmal draufhielt, aber den Ball nicht richtig traf. Deshalb konnte Castellucci auch den zweiten Versuch klären. Der Pfosten half am Ende auch noch mit.

So mussten die Zuschauer weitere 10 Minuten warten, bis der erlösende Schlusspfiff des unaufgeregt und gut leitenden Schiedsrichters Felix Ehing ertönte. Der Jubel auf Pforzheimer Seite war groß, auf der anderen Seite schlichen die Stuttgarter mit hängenden Köpfen vom Platz. Zuvor bedankten sie sich noch bei ihren rund 300 mitgereisten Fans. Die machten viel Stimmung und feuerten ihr Team über die gesamte Spielzeit lautstark an. Ansonsten verhielten sich die Stuttgarter Fans friedlich und gaben den zahlreich anwesenden Polizeikräften keinen Grund einzuschreiten.

Kickers-Trainer Ramon Gehrmann fand nach der Partie deutliche Worte. Auf die Frage, warum seine Mannschaft an diesem Tag den Aufwärtstrend der letzten Spiele nicht fortsetzen konnte, antwortete der 47jährige: „Weil wir heute zu schlecht waren, ohne dabei die gute Leistung der Pforzheimer Mannschaft zu schmälern.“

Auch Fatih Ceylan war zufrieden: „Meine Jungs  haben bis zum Schluss gekämpft und jeden Zweikampf gut angenommen.“

Es folgen für den 1. CfR nun zwei Auswärtsspiele. Bereits am kommenden Dienstag tritt die Mannschaft an beim FV Lörrach-Brombach, am kommenden Freitag erwartet sie dann die zweite Mannschaft des FC Astoria Walldorf. Das nächste Heimspiel ist dann gleich der nächste Kracher. Am 9. Oktober erwartet der 1. CfR dann den – wie die Stuttgarter Kickers – hoch gehandelten SGV Freiberg.

Bildergalerie

Tolle Bilder wie immer von Stefan Fränkle

Interview mit Maurizio Macorig

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