Stellungnahme zur Absage des Heimspiels gegen die Young Boys Reutlingen

Stellungnahme zur Absage des Heimspiels gegen die Young Boys Reutlingen

Da es in der Öffentlichkeit offensichtlich zu Missverständnissen und Fehlinterpretationen hinsichtlich der Absage unseres Heimspiels gegen die Young Boys Reutlingen gekommen ist, möchten wir den tatsächlichen Ablauf aus Sicht des 1. CfR Pforzheim transparent darstellen.

Vorweg möchten wir eines unmissverständlich klarstellen: Der 1. CfR Pforzheim wollte dieses Spiel weder absagen noch verschieben. Im Gegenteil: Wir waren auf die Partie vorbereitet, wollten spielen und haben bis zuletzt mit der Durchführung des Flutlichtspiels gerechnet.

Die Vorbereitungen für einen Heimspieltag waren zu diesem Zeitpunkt bereits weitgehend abgeschlossen. Das Stadionheft war vorbereitet, die Speisen für den VIP-Bereich waren bestellt, Grillgut und Getränke standen bereit und zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer waren für die unterschiedlichsten Aufgaben vor und während des Spiels eingeteilt.

Auch die abschließenden Arbeiten am Spielfeld waren organisiert. Die Linien sollten am Freitagmittag durch ein Vereinsmitglied gezogen werden.

Kurz gesagt: Mannschaft, Verantwortliche, Helfer und sicherlich auch viele unserer Zuschauer freuten sich auf das Flutlichtspiel. Von Seiten des 1. CfR war alles darauf ausgerichtet, die Partie wie geplant auszutragen.

Am Freitagmittag mussten wir jedoch feststellen, dass der Rasen in der KRAMSKI-ARENA nicht – wie sonst üblich – am Tag vor dem Spiel gemäht worden war. Für diese Arbeiten ist eine von der Stadt Pforzheim beauftragte Fachfirma aus Reutlingen zuständig.

Das Unternehmen versuchte, die Mäharbeiten am Freitagmittag kurzfristig nachzuholen. Zu diesem Zeitpunkt stand der Rasen infolge eines unmittelbar zuvor niedergegangenen starken Regens jedoch unter Wasser. Der Mitarbeiter des Unternehmens brach die Arbeiten daraufhin ab und informierte die Stadt Pforzheim.

Nach unserem Kenntnisstand wurde anschließend gegenüber der Stadt empfohlen, den Platz für die folgenden zwei Tage zu sperren. Die Stadt folgte dieser Empfehlung und informierte den Verein über die Platzsperrung. Aufgrund dieser Entscheidung war eine Austragung des Spiels nicht mehr möglich und dem Verband blieb letztlich keine andere Möglichkeit, als die Partie abzusagen.

Diese Entwicklung war ausdrücklich nicht im Interesse des 1. CfR Pforzheim.

Aus unserer Sicht wäre es sinnvoll gewesen, nach dem starken Regen zunächst abzuwarten, dem Platz Zeit zum Abtrocknen zu geben und anschließend erneut zu prüfen, ob die noch ausstehenden Mäharbeiten durchgeführt werden können. Noch besser wäre es selbstverständlich gewesen, wenn der Rasen – wie vorgesehen und üblich – bereits am Vortag des Spiels gemäht worden wäre. Dann wäre die am Freitag entstandene Situation überhaupt nicht eingetreten.

Für den 1. CfR Pforzheim ist die Spielabsage keineswegs eine Erleichterung – ganz im Gegenteil. Sie verursacht vermeidbare Kosten, zusätzliche organisatorische Arbeit und erheblichen Zeitaufwand. Bereits getätigte Vorbereitungen und Bestellungen können teilweise nicht mehr genutzt werden, Helferinnen und Helfer wurden unnötig mobilisiert und für einen Nachholtermin muss ein kompletter Heimspieltag erneut organisiert und vorbereitet werden. Hinzu kommen weitere finanzielle und organisatorische Auswirkungen, die mit einer kurzfristigen Absage zwangsläufig verbunden sind.

Schon allein deshalb entbehrt die Behauptung oder Vermutung, der 1. CfR Pforzheim habe die Absage gewollt, angestrebt oder auch nur befürwortet, jeder Grundlage und jeder Logik.

Wir hätten am Freitagabend sehr gerne gespielt. Unsere Mannschaft wollte spielen, unsere Helfer waren vorbereitet und der Verein hatte die notwendigen organisatorischen und finanziellen Vorleistungen bereits erbracht.

Umso wichtiger ist es uns, die Ursachen für die entstandene Situation aufzuarbeiten. Wir werden deshalb zeitnah das Gespräch sowohl mit der Stadt Pforzheim als auch mit dem von ihr beauftragten Unternehmen suchen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Abläufe und Verantwortlichkeiten so zu gestalten, dass sich ein solcher Vorgang künftig nicht wiederholt.

Für uns steht fest: Ein vorbereitetes und austragungsbereites Heimspiel sollte nicht aufgrund vermeidbarer organisatorischer Umstände abgesagt werden müssen.