Bissingen bleibt für den 1. CfR ein schlechtes Pflaster

Bissingen bleibt für den 1. CfR ein schlechtes Pflaster

FSV 08 Bissingen – 1. CfR 3:1 (1:0)

Wieder gab es für den 1. CfR Pforzheim in Bissingen keine Punkte. Doch noch nie waren die Pforzheim so nah am Punktgewinn wie heute. Doch der Reihe nach.

Beide Mannschaften begannen offensiv, wobei der 1. CfR gefährlicher agierte. Nach 16 Minuten zappelte dann der Ball im Bissinger Netz. Der heute starke Lukas Böhm hatte sich auf der halblinken Seite gegen mehrere Spieler durchgesetzt, lief in den Strafraum und zog ab. Der Ball klatschte an den Pfosten und sprang zurück ins Feld, auf die linke Seite des Strafraums. Dort kam Ratifo angelaufen – goldrichtig. Er  klatschte den Ball in Abstaubermanier in die Maschen. Der Linienrichter hatte jedoch die Fahne oben – Abseits. Sehr zum Ärger der Pforzheimer Anhänger, die das ganz anders gesehen hatten.

Es folgten weitere gute Angriffe des 1. CfR. Sauerborn, Latifovic und Böhm scheiterten in aussichtsreichen Situationen. Nur selten konnte Bissingen für etwas Entlastung sorgen. Trotzdem gingen die 08er nach 35 Minuten in Führung. Markopoulos köpfte aus kurzer Distanz auf’s CfR-Tor, Rombach reagierte blitzschnell und konnte den Ball abwehren. Die Kugel fiel dann aber Hemmerich vor die Füße, der nur noch einschieben musste. Groß war der Ärger der Pforzheimer, die den Torschützen klar im Abseits gesehen hatte. Dieses Mal blieb die Fahne jedoch unten. Bissingen führte.

Das Spiel wurde ruppiger und hektischer. Schiedsrichter Maurice Kern zeigte im Verlauf insgesamt 10 gelbe Karten.

In der Halbzeitpause brachte Fatih Ceylan mit Neuzugang Noah Lulic und Salvatore Catanzano zwei neue Offensivkräfte. Ratifo und Latifovic blieben in der Kabine. Nur 10 Minuten nach Wiederanpfiff schien sich das Blatt zugunsten der Pforzheimer zu drehen. Erneut setzte sich Böhm durch, dieses Mal auf der rechten Seite. Der 26jährige lief in den Strafraum, schaute und sah in der Mitte den mitgelaufenen Lulic. Der Neuzugang hatte keine Mühe, den mustergültigen Querpaß von Böhm im Tor zu versenken. Ausgleich.

Es folgten weitere starke Angriffe des 1. CfR, die entweder am Tor vorbei gingen oder vom starken Keeper Bortel geklärt werden konnten. Die vermutlich beste hatte wiederum Lulic, als er auf der linken Seite aus spitzem Winkel versuchte, selbst zu vollstrecken. Der Ball konnte von Bortel entschärft werden. Ein Querpass auf den in der Mitte lauernden Catanzano wäre hier vermutlich die bessere Wahl gewesen. In der Folgezeit scheiterten Sauerborn, Asare und Catanzano, ein Tor für den 1. CfR schien in der Luft zu liegen und wäre sicherlich auch verdient gewesen.

In der Schlussphase wurde es dann noch hektischer. Nach einem umstrittenen Eckball für Bissingen köpfte Mamic den Ball zur 2:1-Führung ins Pforzheimer Tor. Wieder heftige Proteste der Pforzheimer Fans. Der 1. CfR rannte weiter an und wollte unbedingt noch einen Treffer erzielen.

Negativer Höhepunkt dann in der 89. Minute. Ein Bissinger Spieler ließ sich nach einem unspektakulären Foul Zeit mit dem Aufstehen. Maurizio Macorig forderte den Spieler auf aufzustehen, ohne ihn dabei zu berühren. Von hinten kam eine Hand in Richtung Macorig, verbunden mit der Ansage „nicht anfassen“. Macorig schob die Hand von sich weg und erkannte dann im Umdrehen, das sie zu Schiedsrichter Kern gehörte. Der zögerte keinen Augenblick und zeigte dem verdutzten CfR-Kapitän die Rote Karte. Selbst der Trainer der Gastgeber, der in unmittelbarer Nähe stand, forderte den Schiedsrichter auf, diese Karte zurückzunehmen. Kern blieb bei der Entscheidung und schickte Macorig zum vorzeitigen Duschen. Wir hoffen sehr, dass diese unberechtigte Karte wenigstens keine längere Sperre zur Folge haben wird.

Auch in Unterzahl steckte der 1. CfR nicht auf und drängte nach vorne. Und so kam es, wie es kommen muss. Bissingen konnte einen der Pforzheimer Angriffe abfangen und durch Markopoulos mit einen schnellen Konter die 3:1 Entscheidung erzielen.

So mussten die Pforzheimer die Rückreise mit hängenden Köpfen antreten, jedoch mit dem Bewußtsein, wiederum ein sehr gutes Spiel gemacht zu haben. Leider haben sich die Jungs erneut nicht belohnt für eine sehr gute Leistung, die einen Auswärtssieg gerechtfertigt hätte.

Bilder: Stefan Fränkle

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